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Liebe Leute,

die Kamera ist für mich weit mehr als mein tägliches Arbeitswerkzeug als Hochzeits- und Businessfotograf. Sie ist mein Blick auf die Welt. Deshalb begleitet sie mich auch auf Reisen und im Alltag. Entdecken wir gemeinsam besondere Momente, spannende Orte und Geschichten am Wegesrand.

Schön, wenn ihr mitkommt!

Herzlichst, Alfred

Auf geht's!

Hier erwarten dich kurze, unterhaltsame Fotogeschichten. Es sind persönliche Momentaufnahmen, Gedanken und Perspektiven. Das Alltägliche mit neuen Augen sehen.

In den Reisegeschichten nehme ich dich mit in die Ferne, in den Heimatmomenten teile ich, was mich verwurzelt. Wenn dich meine Geschichten zum Innehalten bringen, ein Lächeln entlocken, zum Nachdenken anregen oder die Lust aufs eigene Entdecken wecken – dann freue ich mich sehr darüber.

„Es gibt nur zwei Weisen die Welt zu betrachten:
Entweder man glaubt, dass nichts auf der Welt ein Wunder sei,
oder aber, dass es nichts als Wunder gibt."
Albert Einstein

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BlogChain – eine Verkettung glücklicher Umstände

Die Frage, wie sich mein Reiseblog von anderen abheben kann, stellte sich nur kurz. Es gibt viele hervorragende Blogs – mit Leidenschaft gemacht, voller Energie und Inspiration. Doch mein Ansatz ist ein anderer. Nicht besser, nicht schlechter. Nur konsequent anders gedacht.

Ich habe einen Vorteil: Ich habe einiges bereits gesehen, lange bevor Reisen dokumentiert, bewertet und in Echtzeit geteilt wurden. In einer Zeit ohne Internet, ohne Google, ohne Social Media oder KI. Erfahrungen entstanden langsamer – und vielleicht gerade deshalb auch nachhaltiger.

Genau darum geht es hier nicht: keine klassischen Reiseberichte, keine Schritt-für-Schritt-Anleitungen, keine Routen zum Nachreisen. Mich interessiert nicht, ob jemand exakt denselben Weg geht. Mich interessiert, was passiert, wenn man ihn verlässt.

Dieser Blog erzählt Geschichten. Ehrlich, ungefiltert, manchmal unbequem. Geschichten, die Perspektiven verschieben. Die zeigen, dass ein Ort mehr ist als seine Postkartenmotive. Und dass das Eigentliche oft dort beginnt, wo Erwartungen enden.

Denn Hand aufs Herz: Reichen zwei Wochen, um ein Land wirklich zu verstehen? Reichen ein paar intensive Eindrücke, um Tiefe zu erfassen? Oder bleibt es am Ende doch oft bei einer Momentaufnahme?

Ein Beispiel.

2004, mein erster Besuch auf O’ahu. Mein Kumpel surfte, ich stand – vermeintlich im Paradies – und war schlicht enttäuscht. Hawai‘i, vorher in leuchtenden Farben beschrieben, passte nicht zu meinen Bildern im Kopf. Stattdessen: harte soziale Gegensätze. Luxusresidenzen neben einfachen Holzbaracken. Traumziel Waikiki, wo Hochhäuser die Palmen verdrängen. Obdachlosencamps, die eher an Müllhalden erinnern als an Sehnsuchtsorte. Und auch sonst? Nichts von der romantisierten Kulisse, die ich erwartet hatte.

Mein Fazit damals: „Nochmal brauch ich das nicht“.

Heute sieht es anders aus. Mehr als zehn Aufenthalte später habe ich barfuß am Strand geheiratet – und kehre immer wieder zurück. Warum? Weil sich der Blick verändert hat. Weil aus Oberfläche Tiefe wurde. Weil ich begonnen habe, den „Spirit“ dieser Insel zu verstehen.

Und genau das ist der Punkt: Ein Ort erschließt sich selten beim ersten Besuch. Er braucht Zeit. Wiederkehr. Neugier. Und die Bereitschaft, genauer hinzusehen.

So entstehen Geschichten, die selten erzählt werden:

Vom Veteranen in Pearl Harbor, der mit seinen fast 100 Lebensjahren täglich von den Ereignissen des 7. Dezember 1941 berichtet – und sich nichts sehnlicher wünscht, als eines Tages bei seinen Kameraden in der USS Arizona beigesetzt zu werden.

Vom österreichischen Architekten Alfred Preis, dessen Entwurf des USS Arizona Memorial heute Millionen Menschen bewegt.

Von der Community in Waimanalo, die Tradition nicht nur bewahrt, sondern politisch denkt – und von einem unabhängigen Hawai‘i träumt.

Von Mark Twain und seinen „Briefen aus Hawai‘i“, deren Nachhall bis heute spürbar ist.

Oder vom Kaena Point – mehr als ein Naturgebiet. Ein Ort, an dem nach hawaiianischem Glauben die Seelen in eine andere Welt übergehen.

Und dann ist da noch Ford Island, Ausgangspunkt eines historischen Flugs: Amelia Earhart, allein über den Pazifik. Sie und ihr Flugzeug sind seit damals verschollen.

All das sind Facetten eines Ortes, die sich nicht in kurzer Zeit erschließen. Und genau deshalb geht es hier nicht um Reisen im klassischen Sinn, oder um „Check“ der Sehenswürdigkeiten.

Es geht um das Verstehen.

Meine Beiträge erzählen nicht von Reisen. Sie erzählen über sie – in Wort und Bild. Sie sind eine Einladung, genauer hinzusehen. Anders zu denken. Und vielleicht den eigenen Blick zu hinterfragen.

Wenn dich genau das interessiert, bist du hier richtig.

Die Welt ist schön